
Linumas
– Die Anatomie der Seele zwischen Pixel und Faden
Das Zeichnen begleitet mich seit über 40 Jahren – vom intensiven Erforschen der Linie in meinen 20ern bis zur Vertiefung in der Malerei vor drei Jahrzehnten. Seit 15 Jahren folge ich diesem Weg intuitiv. Jeder Strich, ob mit Pinsel, Buntstift oder einem anderen Medium, ist ein unmittelbarer Ausdruck meines Inneren. In meinen Pigmentarbeiten, die meine tiefe Naturverbundenheit widerspiegeln, zeigt sich dies ebenso wie in den Linumas (Linie & Anima).
Getragen von einer leisen Spiritualität, verstehe ich meine Arbeit heute als Resonanzraum für das Sein. Sie ist ein Dialog zwischen mir und meinem Bewusstsein, in dem das Unbewusste Form annimmt. Die Linumas führen diesen Weg konsequent fort und machen diese innere Bewegung in einer neuen, greifbaren Dimension sichtbar.
Der Entstehungsprozess der Linumas ist eine bewusste Übersetzung dieser Bewegung:
Vom Papier zur Leinwand
Am Anfang steht die intuitive Zeichnung mit Bleistift und Buntstift auf Papier. Durch den hochwertigen Druck auf Leinwand wird diese flüchtige Bewegung in ein anderes Medium übertragen. Die Leinwand bildet die Basis für den folgenden, physischen Eingriff.
Die Verdichtung durch den Faden
Mit der Nadel greife ich manuell in das Bild ein. Ich durchbreche die Fläche des Drucks und setze haptische Akzente. Die Bestickung ist kein Dekor; sie ist eine Verdichtung. Wo die gedruckte Linie verharrt, beginnt der Faden zu leben: Er wirft Schatten, erzeugt Textur und gibt der Abstraktion ein körperliches Gewicht.
Ich vertraue auf die Führung der Intuition, die über Jahrzehnte zu meiner verlässlichsten Instanz geworden ist. Die Linumas sind eine Einladung, dem Puls der Linie zu folgen und die Tiefe in ihrer Vielschichtigkeit zu entdecken.
Der Name: Linuma
Linuma ist ein von mir kreiertes Kunstwort, das zwei wesentliche Ebenen meiner Arbeit verbindet:
Linie – das zentrale Element meiner Bildsprache.
Sie ist Bewegung, Spur und unmittelbarer Ausdruck.
Anima – das seelische Prinzip.
Eine innere Bewegung, die in den Linien Form annimmt.
In den Linumas begegnen sich beide Ebenen.
Die äußere Form der Linie verbindet sich mit einer inneren Tiefe –
als sichtbare Spur eines Prozesses zwischen Hand, Material und dem Unbewussten.
Erfahren Sie mehr über die Entstehung:
Der Prozess auf der Seite Werden:
Die verfügbaren Werke auf der Seite Edition:


